Freitag, 10.11.2017; 14.00 Uhr

Sonderausstellung "ProtEStantisch!? Esslingens Weg zur neuen Lehre 1517–1555"

 

Als Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg die Missstände in der Kirche anprangerte, ahnte niemand, welche Folgen dies haben sollte. Denn was als Beginn einer Diskussion um die Erneuerung der Kirche gedacht war, hatte weitreichende Folgen: Im ganzen deutschsprachigen Raum kam es in den folgenden Jahrzehnten zu Auseinandersetzungen um die Frage, welcher Glaube denn nun „der richtige“ sei. In Esslingen wurde lange um die Einführung der Reformation gerungen. Dabei ging es nicht nur um religiöse Inhalte. Vielfältige Rahmenbedingungen beeinflussten die Entscheidung. Denn sie betraf nach außen das Verhältnis der Stadt zum Kaiser, innerstädtisch wirkte sie sich auf die politische und soziale Ordnung aus. So war der Weg bis zur Einführung der neuen Lehre alles andere als geradlinig. Welche Auswirkungen das welthistorisch bedeutsame Ereignis in Wittenberg für die Reichsstadt und ihre Bürger hatte (und womöglich bis heute hat), zeigt die von Herrn Rilling kuratierte Ausstellung. Die Ausstellung unterscheidet sich etwas von "gewöhnlichen" Sonderausstellungen, da sie als "Intervention" in der Dauerausstellung ausgewählte Objekte in Zusammenhang mit der Reformation stellt: Wertvolle Leihgaben - das Highlight ist dabei sicherlich ein Brief Martin Luthers an den Esslinger Rat - werden nicht in eigenen Räumen präsentiert, sondern in die ständige Ausstellung im ganzen Haus integriert. Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses etwas andere Ausstellungsformat anzuschauen!

Ort: Stadtmuseum im Gelben Haus, Hafenmarkt 7, 73728 Esslingen
Zeit: Freitag, 10.11.2017; 14.00 Uhr
Anmeldung: bis spätestens zum 08.11.2017 über julia.opitz(at)esslingen.de oder 0711 / 3512-3295.

 

 

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